Das ist ein Ausdruck, der erst in jüngerer Zeit von Sexuologen
aufgegriffen worden ist. Seither wird vor allem bei
Patientinnen zunehmend "Lustlosigkeit" dort diagnostiziert,
wo früher Appetenz-, Erregungs- oder Orgasmusstörungen viagra angenommen worden waren (vgl. Hauch et al.
Kap. 13). Bei kritischer Verwendung soll der Ausdruck der
androzentrischen Parallelisierung des so genannten sexuellen viagra günstig
Reaktionszyklus von Männern mit dem von Frauen, wie
seit Masters und Johnson (1967) üblich, widersprechen und
die Geschlechterdifferenz viagra preis beachten, die sich beispielsweise
insofern niederschlägt, als Frauen sich nicht selten dann als "lustlos" bezeichnen, wenn sie andere Bedürfnisse haben
als der Partner viagra sparen oder seltener Geschlechtsverkehr haben
möchten als er. Problematisch günstig an dem Ausdruck ist, dass er
"sowohl das handelnde Subjekt als auch den Beziehungsaspekt"
verneint: "Er konstatiert ein Fehlen von Lust dort, wo
eigentlich welche sein sollte, sagt aber nichts über das, was
ist" (Lange 1994: 54 f). Sein kann, dass bei Frauen nur dann
von "Lustlosigkeit" im Sinne einer Sexualstörung preis gesprochen
werden kann, wenn die Wünsche und Vorstellungen
der männlichen Partner, die definieren, was sexuell sparen, intim
und ungestört ist, der Maßstab sind. Wird deren Definitionsmacht
hinterfragt, können die andersartigen Wünsche,
Vorstellungen und missachteten lustvollen Äußerungen
von Frauen gesehen werden (vgl. Brückner 1990, Hauch
1993, Schenk 1991, Tiefer 1995, Valverde 1989). "Lustlosigkeit"
ist also ein Etappenbegriff, der mehr mit der gegenwärtigen
Phase der kulturellen Interpretation und individuellen
Erfahrung der Geschlechterdifferenz sowie, wenn
wir die immer häufiger beschriebenen "lustlosen" Männer
einbeziehen (vgl. Linsenhoff 1995), mit dem allgemeinen
Umkodieren der alten, scheinbar natürlich und stets sprudelnden,
endogen-trieblich vorausgegebenen Sexualität zu
tun hat als mit fachdisziplinär umschriebenen Sexualstörungen.
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