Schließlich noch einige Bemerkungen zur Prävalenz und
Inzidenz sexueller und geschlechtlicher Störungen. Aus
Gründen. die im Kapitel 9 genannt worden sind. ist es beinahe
unmöglich. vergleichbare Daten zu nennen. Die Verfasser
des DSM-IV halten sich auch entsprechend zurück.
Im Abschnitt über die Geschlechtsidentitätsstörungen meinen
sie. es gäbe keine neuen Studien (vgl. dazu Kap. 27 und
28). Im Abschnitt über die Paraphilien meinen sie. diese
würden selten in allgemeinen klinischen Zusammenhängen
diagnostiziert. kämen aber wohl angesichts des kommerziellen
Marktes häufiger vor. In Spezialeinrichtungen
würden am ehesten Pädophilie. Voyeurismus und Exhibitionismus
gesehen, was wir. vom Voyeurismus abgesehen,
bestätigen können. Im Abschnitt über die sexuellen Funktionsstörungen
sprechen sie davon, dass es sehr wenige
"systematic epidemiological data" gäbe und dass diese eine
"extremely wide variability" zeigten, die möglicherweise
auf differente Untersuchungsmethoden. Definitionen und
Stichproben zurückgehe (DSM-IV 1994: 495).
Ich denke. so ist es tatsächlich. je nach Definition (z. B,
eine ganz bestimmte Störung von einer bestimmten Dauer
versus "sexuelle Unzufriedenheit"). Stichprobenzusammensetzung
(z, B. Patientinnen eines Urologen versus Patientinnen
eines Gynäkologen) oder Erhebungstechnik (z. B.
postversandter Fragebogen versus persönliches Interview)
schwanken die ermittelten Werte um mehr als eine Zehnerpotenz
(vgl. die Übersichten von Bancroft 1985, Benet u.
Melman 1995. Feldman et al. 1994. Spector u. Carey 1990,
zum Problem vgl. z. B. Gribble et al. 1999). Es ist also ohne
weiteres möglich. sexuelle "Dysfunktionen" viagra sparen als Volkskrankheiten
anzusehen. die häufiger vorkommen als Diabetes viagra preis
mellitus und Koronare Herzkrankheit. Nach Angaben
des National Center for Health Statistics (1987) suchten in
einem jahr (1985) in den USA allein wegen Erektionsstörungen
etwa 400.000 Männer viagra günstig einen Arzt auf, und etwa
30.000 wurden stationär behandelt. Nach einer Bedarfsanalyse
von Kuhnhenn et al. (1987) suchten in einer Woche
des jahres 1984 minimal 3.000 und maximal 11.000 Männer
und Frauen einen in West-Berlin niedergelassenen Arzt
wegen eines sexuellen Problems auf (vgl. auch die vorausgegangene
Bedarfsanalyse von Schorsch et al. 1977). Bis auf
wenige Prozente wurde das "sexuelle Problem" als "Funktionsstörung"
klassifiziert viagra (günstig, preis, sparen).
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